Terminator: S. C. C.

Terminator: The Sarah Connor Chronicles
2008
Icons von Johann
Weder-Noch-Endeein wenig traurig (1)offenes Ende
TV-Serie Action · SciFi
eingefügt von Johann am 27.04.09
Serienstatus
lief bis 2009 - Abgeschlossen
Staffeln
1 2 (komplett)
Darsteller
Summer Glau Cameron Phillips
Lena Headey Sarah Connor
Thomas Dekker John Connor
Wie es endet …
Spoiler: Aufdecken
Review

Soundtrack

Gut gelungen ist meiner Meinung nach die Songauswahl, bzw. der Einsatz von Liedgut im szenischen Zusammenhang. Ein Beispiel: Zu einer extrem actionreichen und blutigen Sequenz zum Ende der ersten Staffel, als das F.B.I. versucht, Cromartie festzunehmen, wird der eigentliche Ton fast ganz herausgedreht und der episch-tragische Song „The Man Comes Around“ von Johnny Cash eingespielt. Cool.  Besonders zu erwähnen ist diesbezüglich noch das Ende der vorletzten Epsiode aus Staffel 2, als John Henry zusammen mit Savannah die heitere schottische Weise „Donald, Where’s Your Trousers?“ singt, die er von ihr gelernt hat. Wieder mit herausgedrehtem Ton beginnt John Henry allein, als Sarah gefangen genommen und abgeführt wird, und während man Savannah später allein weiter singen hört, wechselt die Szene, und man sieht einen Friedhof, wo Derek anonym begraben wird:  I just got down from the Isle of Skye I’m no very big but I’m awful shy The lassies shout as I walk by, „Donald, Where’s Your Trousers?“ […] I went to a fancy ball It was slippery in the hall I was afeared that I may fall ’Cause I nay had on trousers
eingefügt von Johann am 27.04.09
Info

Die 3 Terminatoren

Besonders interessant unter den Hauptcharakteren sind die 3 Terminatoren, die mit ihrer unbedingten Sachlichkeit für spannende Mensch-Maschine-Interaktionen sorgen und trotz der Sachlichkeit immer wieder die Frage aufwerfen: Wie menschlich kann eine Maschine sein? 
  • Catherine Weaver wird Anfang Staffel 2 ohne große Einführung* als Chefin von ZeiraCorp eingeführt. Schnell wird klar, dass sie ein Terminator ist (ein T-1000-Modell), nie wirklich, welche Absichten sie verfolgt. Sie hat die Gestalt der echten und verstorbenen Catherine Weaver angenommen und muss nun vor der Tochter Savannah irgendwie die Rolle der Mutter spielen, wobei es immer wieder zu skurrilen, fast tragischen Momenten kommt: ein kleines verängstigtes Mädchen, dass sich nach Zuneigung und Fürsorge sehnt, auf dem kalten Schoß einer Maschine. Besonders charmant an der Rolle, neben dem absolut undurchschnittlichen Äußeren, ist ihr Akzent und ihre Ausdrucksweise, die über die terminator-typische Sachlichkeit hinaus außerdem sehr gewählt und elaboriert ist.
  • John Henry ist eigentlich Erzfeind Cromartie in Gestalt eines B-Movie-Schauspielers (keine Formwandlung, sondern plastische Chirurgie). Als der zerstört wird, wird er von ZeiraCorp aufgegriffen, zusammengeflickt und mit Supercomputern (unter anderem mit dem Turk) verknüpft. Von diesem Moment an muss er alles neu lernen. Doch nicht nur das: Catherine Weaver heuert den Ex-F.B.I.-Agenten James Ellison an und überredet ihn, der Maschine John Henry Unterricht in Moral und Menschlichkeit zu geben. Dabei begreift John Henry überraschend schnell und stellt immer die entscheidenen Fragen. Vielleicht aber lernt er noch mehr von der kleinen Savannah, die ihn eines Tages in den Kellerräumen von ZeiraCorp entdeckt und mit der er sofort Freundschaft schließt. Zwei unterschiedliche Arten von Naivität treffen seltsam aufeinander: gepaart mit kindlicher Weisheit einerseits, gepaart mit gewaltigem, doch größtenteils unbewertetem Wissen andererseits.
  • Cameron ist ein vom Widerstand umprogrammierter Terminator, der John Connor zum Schutz zur Seite steht. In einem hübschen zierlichen Mädchenkörper setzt er/sie den Schutzauftrag mit derartiger Skrupellosigkeit um, dass man ihr wiederholt das leichtfertige Menschentöten verbieten muss. Mitleid und Gnade sind ihr fremd, doch immer wieder lässt sie auch menschähnliche Züge durchblitzen. So schließt sie zum Beispiel heimlich eine Art Freundschaft mit dem gehandicapten Bibliothekar Eric. Ihr großes Interesse für menschliches Verhalten möchte man zeitweise als Neugier bezeichnen. Ihre Fürsorge für John scheint ab und an über das Maß der bloßen Pflichterfüllung hinauszugehen, und nicht selten kommt es zu Momenten der Nähe zwischen den beiden. Manchmal scheint John zu verdrängen, welche Natur in ihr schlummert. Cameron (S02E22): „This chip. This body. The software is designed to terminate humans. The hardware is designed to terminate humans. That’s our sole function. [… It’s] still there. And will always be there. Der krasse Gegensatz zwischen zartem Äußeren und teilweise brutalem Handeln und die Spannungen zwischen ihr und ihrem Schützling machen die Faszination dieser Figur aus.
–– *Insgesamt ist die Art, wie die Serie notwendige Informationen transportiert, erfrischend unbelehrend. Oft gibt es keine oder nur sehr vage Erklärungen, was dem Zuschauer die Gelegenheit gibt, die Hintergründe in folgenden Erzählungen selbst zu entdecken.
eingefügt von Johann am 27.04.09
Songs
  • Donald Where’s Your Trousers
  • The Man Comes Around (Johnny Cash)
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Kommentare
  • Johann: Aus?
    Auch die Zukunft von „Terminator S.C.C.“ sieht nicht gut aus. Noch ist nichts offiziell, doch tv.com zitiert Gerüchte, dass Fox diese Serie nicht fortsetzen will (14.4.09). Prima! Dann hätten wir eine weitere, die nicht abgeschlossen wäre, und diesmal eine wirklich gute, zumindest für alle, denen es gelingt, ihr den leichten Einschlag in Richtung Teenie-Soap zu verzeihen. Ach richtig: Frau Connors Frisur ist doof! Die gibt ihr das Aussehen eines amerikanischen Vorstadthausmütterchens beim Versuch, hip zu wirken. Ach ja, und dann ist da noch Brian Austin Green, der mich immer unangenehm an Zeitverschwendung aus dem letzten Jahrtausend erinnert (apropos: die neuen 90210 sind seit 18.4.09 im deutschen Free-TV). Ansonsten großartig!
    am 27.04.09
    • Johann: Aus!
      Seit 18.05.2009 steht nun fest, was fast alle vermuteten: Fox hat die Serie „Terminator S.C.C“ abgesetzt und hinterlässt auch hier eine unabeschlossene Story.
      am 23.05.09
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