Die wilden Siebziger

That '70s Show
1998
Icons von Johann
Weder-Noch-Endeein wenig traurig (1)kein offenes Ende
TV-Serie Komödie · Liebe
eingefügt von Johann am 30.12.09
Serienstatus
lief bis 2006 - Abgeschlossen
Darsteller
Topher Grace Eric Forman
Laura Prepon Donna Pinciotti
Ashton Kutcher Michael Kelso
Beschreibung
Eine in den Siebzigerjahren spielende Comedy-Serie, die die Geschichte einer Clique jugendlicher Freunde erzählt, die sich um den schlacksigen Eric Forman gruppiert. In dessen Keller verbringen die ganz unterschiedlichen Typen den größten Teil ihrer Freizeit – meistens mit dem Austausch von Spötteleien („Burn!“) und dem Aushecken von Streichen. Es gilt, der tristen Eintönigkeit des Kleinstadtlebens zu entkommen, gegen die Engstirnigkeit des Kleinbürgertums zu rebellieren – oder ihr wenigstens den Rücken zu kehren.  Zentrales Stilmittel der Serie ist der „Circle“ (auch „Threesixty“ genannt): die Freunde (selten auch mal Erwachsene) sitzen im Kreis und geben einer nach dem anderen Kommentare ab. Die in der Mitte aufgestellte Kamera zeigt immer den jeweiligen Redner und geht dann mit einem schnellen Schwenk zum nächsten im Kreis. In der Regel ist der Raum von Rauchschwaden durchzogen, und die im Kreis Sitzenden wirken stark angeheitert. Es wird allerdings nie eine Person beim tatsächlichen Konsum von Cannabis-Produkten gezeigt. Ungewöhnlich für eine so lang laufende US-Serie: Alle Episoden (außer der Pilot) wurden von einem einzigen Regisseur, nämlich David Trainer, gedreht.
eingefügt von Johann am 30.12.09
Wie es endet …
Spoiler: Aufdecken
Review

Überreizt

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Am Ende der 7. Staffel (2005) sind 179 Episoden gedreht, wobei die erzählte Zeit nicht viel mehr als zwei Jahre umfasst (Erics 17. Geburtstag findet in Episode 2 statt, sein 18. Anfang Staffel 6, worauf dann sein Durchhängjahr folgt). Aus zunächst unbekannten Gesichtern sind Stars, zum Teil Weltstars geworden. Dass Topher Grace und Ashton Kutcher die Serie verlassen, um sich anderen Projekten zu widmen, ist bereits bekannt. Ein guter Zeitpunkt aufzuhören, möchte man denken. Die Produzenten der wilden Siebziger denken anders, drehen noch weitere 22 Episoden und scheitern kläglich mit der 8. Staffel.  Wie absehbar kann die riesige Lücke, die die beiden Hauptfiguren Eric und Kelso hinterlassen, auch nicht ansatzweise geschlossen werden. Es kommt zu konfusen Irrungen in einer durchweg unbefriedigenden Handlung. Der als Eric-Ersatz noch in Staffel 7 eingeführte Charlie (Bret Harrison) wird abgesetzt. Neue Figuren werden lieblos eingeführt, z.B. Hydes Stripper-Ehefrau Samantha (Jud Tylor) und der gänzlich unliebenswerte Randy (Josh Meyers), und bringen weitere Unruhe in die Geschichte. Die Wiedereinführung von Leo (Tommy Chong, bekannt aus den Cheech-und-Chong-Filmen) kann niemanden begeistern. Die alten Charaktere haben ihren Reiz verloren: ihre einst charmanten Züge und Eigenheiten gehen nur noch auf die Nerven.  Vielversprechende Serien werden frühzeitig abgebrochen. Hier hat am Ende wohl die Profitgier über die Vernunft gesiegt und damit eine eigentlich sehr schöne Serie nachträglich kaputt gemacht. Dass sie von mir dennoch 7 Punkte erhält, ist dem versöhnlichen Finale zu verdanken.
eingefügt von Johann am 31.12.09
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